Welches Material für den Studiohintergrund – Papier oder Stoff?

Vor der Frage „Welches Material für den Studiohintergrund – Papier oder Stoff?““ kommt wahrscheinlich bei den Meisten die Frage „Welche Farbe soll ich mir denn überhaupt als Erste anschaffen?“

Ich plädiere für einen weißen Studiohintergrund, egal ob Stoff oder Papier.

Ein Weißer Studiohintergrund ist einer der flexibelsten Hintergründe für jedes Fotostudio. Durch entsprechende Belichtung kann er komplett weiß dargestellt werden, aber auch tiefschwarz oder in allen Abstufungen von Grau.
Dabei ist es erst einmal völlig egal, aus welchem Material der Studiohintergrund gefertigt ist. Ob Papier oder Stoff spielt keine Rolle.

Wenn Ihr jetzt aber trotzdem vor der Frage steht einen Papier oder Stoff Studiohintergrund zu kaufen, hier mal ein paar Überlegungen:

 

Welches Material für den Studiohintergrund – Papier oder Stoff?

Ein Studiohintergrund aus Papier hat den Vorteil, dass er günstig ist und leicht aufgebaut werden kann. Bei einem Studiohintergrund aus Stoff muss das Material erst sorgfältig gespannt werden, um eine gleichmäßig weiße Fläche zu bilden.
Viele Stoff-Studiohintergründe sind leider aus normalem Stoff, der beim Spannen leicht Falten zieht. Besser ist ein elastischer Stoff, der sich ohne Falten spannen lässt. Westcott ist ein Hersteller von stretchbaren Studiohintergründen, der aber in Deutschland schwer erhältlich ist. Aber zum Glück gibt es auch von Lastolite Stoffhintergründe fürs Foto-Studio (Lastolite Ezycare Hintergrundstoff, gestrickt).
Wenn der Stoffhintergrund bei einem Fotoshooting schmutzig wird, kann er nach dem Fotografieren leicht gewaschen werden. Passiert das bei einem wichtigen Shooting, ist das natürlich blöd. Besser ist dann ein Papierhintergrund auf Rolle. Es werden einfach weitere Meter von der Papierrolle abgezogen und man kann entspannt weiterfotografieren.
Fotostudios haben daher auch meist Papierhintergründe im Einsatz.
Papierhintergründe sind in der Erstanschaffung im Vergleich zu Stoffhintergründen erst einmal günstiger. Wenn die Papierrolle allerdings aufgebraucht ist, muss natürlich eine neue Rolle gekauft werden. Mit Papier Studiohintergründen hat man also laufende Betriebskosten.
Den Vorteil von Stoffhintergründen sehen ich in dem relativ kompakten Packmass. Sie sind mobil, können überall mit hin genommen werden und für ein Fotoshooting leicht auf- und abgebaut werden. Das hat ausserdem Vorteile, wenn man keinen separaten Raum für ein Fotostudio besitzt oder freimachen kann, und das Hintergrundsystem nur gelegentlich benötigt.
Für ein kleines Heimstudio empfehle ich daher in ein stabiles Hintergrund-Haltesystem zu investieren, z.B. von Manfrotto, und einen stretchbaren/elastischen weißen Hintergrundstoff dazu zu kaufen. Dazu noch ein paar Klammern und Beschwerungen – Fertig ist ein kleines, mobiles Hintergrundsystem für Portraits, Babyfotos und Paarbilder.

Die vielen Einsatzmöglichkeiten eines weißen Studiohintergrund

Der Fotograf und Blogger Zack Arias hat zwei richtig gute Videos zum Thema „Die vielen Einsatzmöglichkeiten eines weißen Studiohintergund“ gedreht, in denen er den Aufbau, die Lichtsetzung und Nachbearbeitung am Computer beschreibt:

Und hier Teil 2 inklusive der Nachbearbeitung:

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