Selbstbau Photobooth – Teil 2 – Der erste Testlauf

Selbstbau Photobooth DIY

Selbstbau Photobooth – App, WLAN und Aufbau

Nachdem ich meinen ursprünglichen Plan aus Teil 1 (Photobooth bauen Teil I – Die Komponenten), meine Photobooth mit der Android App MoPhoto zu betreiben, über den Haufen werfen musste (MoPhotos arbeitet leider nur mit den WLAN EyeFi-Karten zusammen), habe ich den ersten Testlauf meiner Fotobox nur mit der Transcend WiFi SD App durchgeführt.

Als Karte verwende ich ein Transcend WiFi SD Karte mit 32GB. Die Karte wird mit einem SD auf CF Adapter in meiner Canon EOS 7D betrieben.
Die App und WLAN-Verbindung ist schnell eingerichtet und lief im ersten Testlauf meiner Selbstbau Photobooth problemlos. Insgesamt hatte ich die Fotobox ca. 1 Stunde im Einsatz. Die Auflösung an meiner Canon EOS 7D hatte ich auf die kleinste Auflösung eingestellt. In dieser Einstellung erfolgt die Übertragung der Bilder von der WiFi SD Karte auf das Tablet innerhalb weniger Sekunden, auch wenn mehrere Aufnahmen kurz hintereinander geschossen wurden. Allerdings wurde die Karte schon im ersten Testlauf relativ heiß. Ob sich das auf Dauer negativ auf die Performance der Fotobox auswirkt, muss ich noch prüfen.

Damit die WLAN-Verbindung dauerhaft bestehen bleibt, ist es wichtig den Ruhemodus von Kamera und Tablet auf „aus“ zu stellen. Die Wlan SD-Karte benötigt schließlich Strom für die WLAN-Verbindung.
Genau hier liegt allerdings bei meinem MEDION Lifetab Android Tablet der Hund begraben, da sich das Tablet nur auf eine Standby-Zeit von 30 Minuten einstellen lässt. Hier hilft die Android App „No Screen Off“, mit der sich der Ruhemodus aller Android-Tablets komplett ausstellen lässt. Die Stromversorgung bzw. Akkulaufzeit spielt bei meiner Fotobox ja keine Rolle, da ich alle Geräte über externe Stromquellen betreiben werde. Hierdurch ist natürlich der Anschluss des Tablets belegt und die Bilder müssen daher drahtlos per WLAN von der Kamera auf das Tablet übertragen werden. Daher die WLAN Speicherkarte.

Für den ersten Testlauf habe ich meine Selbstbau Photobooth natürlich noch nicht in der Holzkiste verstaut, da ich zunächst mit den Einstellungen der Canon EOS 7D experimentieren wollte.

Den Jungfern-Aufbau meiner Selbstbau Photobooth seht Ihr hier:

Der Aufbau meiner Selbstbau Photobooth

Der Aufbau meiner Selbstbau Photobooth (fotografiert mit der Fuji X-Pro 1)

Die Bedienung der Fotobox ist wirklich kinderleicht :-)

 


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Selbstbau Photobooth – Die Einstellungen

Wie schon beschrieben betreibe ich meine Fotobox mit der Canon EOS 7D und dem Android Tablet MEDION Lifetab. Als App kommt die Transcend WiFi SD App zum Einsatz.

Die App habe ich auf die direkte Übertragung der Bilder eingestellt, was in der App meine ich Direct Share Mode heißt. Weitere Einstellungen in der App sind eigentlich nicht notwendig.

Über die Android App „No Scrren Off“ habe ich den Ruhemodus meines Tablets komplett abgeschaltet. Die Stromversorgung läuft ja extern, daher macht die Standby-Funktion eigentlich keinen Sinn mehr. Richtig heiß wurde das Tablet bisher bei mir auch nicht.

Die Canon EOS 7D ist auf die kleinste JPEG-Auflösung eingestellt, um Speicher und Zeit bei der Übertragung per WLAN zu sparen. Die JPEGs lasse ich kameraintern mit folgenden Einstellungen bearbeiten:

Sättigung: +7
Kontrast: +1
Farbsättigung: +1
Farbton: 0

Ausserdem ist die automatische Belichtungsoptimierung aktiviert.

Betrieben wird die Kamera im manuellen Modus. Die Belichtung stelle ich so ein, dass der Blitz inkl. Blitzschirm mein Hauptlicht ist und die Umgebungshelligkeit und Lichtfarbe keine Rolle spielt. Die Blitzbelichtung lege ich vorab mit meinem Belichtungsmesser fest, ich verwende den Sekonic L-478DR Litemaster Pro Belichtugsmesser. Auch die Scharfstellung nehme ich manuell vor und stelle den Autofokus und den Bildstabilisators meines Canon EF 17-85mm ab. Ausgelöst wird die Kamera im One-Shot Modus über einen Yongnuo Fernauslöser.

 LUXI Belichtungsmesser Gewinnspiel 2015

Selbstbau Photobooth Teil 2

Da der erste Test meiner Fotobox so gut geklappt hatte, werde ich im zweiten Testlauf meiner Selbstbau Photobooth die Laufzeit auf 3 Stunden ausdehnen und hierbei auch eine längere Pause von etwa 45 Minuten einplanen. Die WLAN-Verbindung muss das abhaben können, sonst muss ich mir eine Alternative überlegen.

Für den zweiten Testlauf meiner Selbstbau Fotobox werde ich mir den YONGNUO 602 Funkauslöser noch in einen großen, roten Schalter bauen. So können die Gäste die Aufnahmen auch mit dem Fuss auslösen oder sich lustige Arten der Auslösung mit Händen, Köpfen, Bäuchen, usw. überlegen. Der Schalter ist dann zwar deutlich im Bild zu sehen, aber ich hoffe die Gäste bauen ihn kreativ mit ins Bild. Und verloren gehen sollte so ein großer Schalter ebenfalls nicht so schnell in meiner Photobooth 😉

 

09.07.2015: Teil 3 ist erschienen: Selbstbau Photobooth – Teil 3 – Das Gehäuse

 

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Und hier noch ein paar Bilder aus dem ersten Testlauf meiner Selbstbau Photobooth :-)

3

Ja, ich weiß. Ich hätte meinen Bauch etwas einziehen können.

2

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5

1

… das links unten ist Kinderspielzeug und hat nichts mit Fifty Shades of Grey zu tun. Wirklich!

6

 

 

Seht Euch unbedingt auch meine weiteren Teile zur Selbstbau Photobooth an:

Teil 1 (Photobooth bauen Teil I – Die Komponenten)

09.07.2015: Teil 3 ist endlich auch erschienen: Selbstbau Photobooth – Teil 3 – Das Gehäuse

 

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17 Comments

  1. Hi Dominik,
    verfolge deine Tests auch mit Spannung. Hast du denn jetzt eine app genutzt?
    Insbesondere interessiert mich wie man die Fotos später den Akteuren vor der Kamera präsentiert und inwiefern man Missbrauch oder falschbedienung vermeiden kann.
    Hast du dir schon eine Box gebastelt? Auf dem einen Foto siehts so aus.

    Grüße

    Reply
    • Hallo,

      zeitlich bin ich leider noch nicht dazu gekommen meine Box fertig zu bauen. Als Box für meine Photobooth habe ich mir die beschriebene Holzkiste bei amazon gekauft. Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir noch die Befestigung der Kamera in der Fotobox, aber ich habe da schon eine Idee :-) Mehr dazu bald hier im Blog…

      Für den Testlauf habe ich zwei Apps auf meinem Android-Tablet zum Betrieb der Fotobox genutzt. Einmal die „No Screen Off“ und dann die Transcend App zum Herunterladen der Bilder von der WiFi-SD Karte in der 7D auf das Tablet. Das hat bisher bei mir gut funktioniert.

      (Versehentlichen) Mißbrauch der App bzw. des Tablets plane ich mit dem Einbau zu verhindern. Mein Tablet werde ich so in die Box einbauen, dass die Bedientasten verdeckt sind. Das sollte reichen. Ich rechne auf einer Hochzeit nicht mit Sabotage, nur mit angetrunkenen Gästen 😉
      Wer eine Lösung für eine Photo Booth mit dem iPad sucht: Die App Shuttersnitch soll einen geschützten Modus haben und so die Photobooth vor einem Verstellen schützen. Ich habe die App allerdings noch nicht selbst getestet.

      Die Serie zum Bau meiner Photo Booth wird hoffentlich bald fortgesetzt. Dann geht es an die Themen Box und den Fernauslöser.

      Grüße
      Dominik

      Reply
  2. Hallo,

    na mit den WiFi Karten bin ich ja gespannt. Ich habe so viel negatives darüber gelesen, das ich diese Art der Kommunikation für mich ausgeschlossen habe. Es gäbe wohl zu viele Störungen und Verbindungsabbrüche. Ich baue gerade auch eine „Selbstknippskiste“ und werde dafür aber eine (kostenpflichtige) Steuerungssoftware für die Kamera nutzen. Negativ dabei ist natürlich der extra PC. Doch dann heißt das Problem:
    PC fernsteuern. Schaun wir mal.

    Reply
    • Hallo André,

      also bisher habe ich noch nichts Negatives zu den WiFi SD Karten zu berichten. Wobei ich die Photobooth auch erst etwa eine Stunde in Betrieb hatte. Der „große“ Test der Fotobox folgt noch.

      Was mir aufgefallen ist, dass die Karte relativ heiß wird. Mal sehen, ob das bei einem längeren Betrieb zu Problemen führen wird.

      Gruß
      Dominik

      Reply
  3. Lieben Dank für den super Bericht. Ich habe ähnlich Voraussetzungen, sprich Medion Tablet und Transcent WIFI Karte mit der Transcent APP.
    Ich möchte aber, dass die Gäste die Bilder vor der Aufnahme sprich mit Live View sehen können.
    Meinst du das funktioniert?

    Reply
    • Hallo Jana,

      da die WiFi SD Karte ja nur die bereits aufgenommenen Bilder aufs Tablet überträgt, funktioniert das leider nicht.

      Da wäre die Lösung eine drahtlose Steuerung der Kamera mittels WLAN/WiFi. Das kann man relativ kostengünstig mittels eines mobilen WLAN Routers nachrüsten. Ich verfasse gerade einen Beitrag hierzu. Er sollte am Wochenende fertig werden. Schau einfach am Montag noch einmal im Blog vorbei.

      LG Dominik

      Reply
  4. Hallo Dominik,
    ich bin ebenso auf weitere Beiträge gespannt ☺
    Ich plane auch eine Photobooth in der Android-Variante, bin aber noch unsicher welche SD-Karte am besten ist. Läuft die Transcend auch im längeren Betrieb stabil? Wie hast Du die Entscheidung zwischen Transcent und Eye-Fi getroffen?
    Ich würde mich sehr freuen bald mehr zu erfahren!

    Viele Grüße!

    Reply
  5. Hallo Dominik,
    also wenn ich das jetzt richtig verstanden haben kann die App Transcend WiFi SD App alles was auch Shuttersnitch kann? Also können die Gäste sich dort die Bilder ansehen und auswählen? Und kann man auch von der App aus die Bilder direkt an einen Drucker senden?
    Danke für deine tolle Anleitung sie hat mir bis jetzt sehr geholfen.

    Reply
    • Hallo Victoria,

      nein, Shuttersnitch hat einen wesentlich größeren Funktionsumfang als die Transcend App, die sich lediglich für die Bildvorschau über das Tablet eignet.

      LG Dominik

      Reply
  6. Hallo Dominik.

    Danke für diese tolle Anleitung. Daumen hoch.
    Hab mir auch nach deiner Anleitung ein Photobooth gebaut.
    Leider bin ich nicht so der Profi Fotograf und hätte da eine Frage.
    Du schreibst folgendes: Belichtung stelle ich so ein, dass der Blitz inkl. Blitzschirm mein Hauptlicht ist und die Umgebungshelligkeit und Lichtfarbe keine Rolle spielt

    Wie muss ich die Kamera Einstellung vornehmen. Bzw. den Blitz? So das meine Fotos nicht über oder unterbelichtet sind. Wollte nämlich den Photobooth schon Mittags auf meiner eigenen Hochzeit aufstellen und bis spät in die Nacht stehen lassen.
    Vielen Dank für deine Antwort.
    Meine Kamera: Canon 450d und ein walimex pro VE-300 Excellence Studioblitz
    Gruß
    Valerius

    Reply
    • Hallo Valerius,
      vielen Dank für Dein Lob.

      Bei den Kameraeinstellung musst Du im manuellen Modus arbeiten. Belichtungszeit würde ich auf 1/125-1/200s stellen und dann die Blende solange verändern (Richtung der höheren Zahl, z.B. Blende 8) bis das Bild ohne Blitz dunkel wird. Achtung: ISO Automatik ausstellen! ISO so klein wie möglich einstellen, aber wahrscheinlich wirst Du doch auf ISO 1.600-5.000 kommen, um eine Blende 8 oder 11 einstellen zu können (das ergibt eine größere Tiefenschärfe).

      Hoffe das hilft Dir etwas weiter. Probiere die Einstellungen unbedingt vorher aus, um Überraschungen bei der Hochzeit zu vermeiden.

      Viel Erfolg!

      Dominik

      Reply

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