Nebenberuflich selbstständig als Fotograf arbeiten

Heute geht es einmal um ein (fast) nicht-fotografisches Thema und zwar “Nebenberuflich selbständig als Fotograf arbeiten”. Wie die Meisten von Euch ja wissen, arbeite ich nebenberuflich als Hochzeitsfotograf in der Rhein-Main-Region, neben Hauptberuf und Familie. Ausserdem verkaufe ich meine Fotos als Fotokunst und vermarkte sie weltweit über mehrere Bildagenturen. Das mache ich nun schon eine ganze Weile und habe dabei super viel gelernt, aber auch viele Fehler gemacht und einiges an Lehrgeld bezahlen müssen.

Wenn dieser Blogbeitrag gut ankommt, plane ich weitere Artikel zu dem Thema. Eine Art Beitragsserie stelle ich mir vor. Sinn macht das natürlich nur, wenn Euch das Thema Nebenberufliche Selbstständigkeit als Fotograf auch tatsächlich interessiert. Ich würde gerne meine bisherigen Erfahrungen weitergeben und vielleicht dem Ein oder Anderen bei seinem Start in die nebenberufliche Selbständigkeit als Fotograf helfen.

Also: Bitte schreibt in die Kommentare, wie Euch der Beitrag gefallen hat und ob Ihr mehr zu dem Thema von mir lesen möchtet. Ich brauche Euer Feedback!

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Zum Thema „mit eigenen Fotos Geld verdienen“ habe ich übrigens vor einiger Zeit bereits einmal einen kleinen Blogbeitrag verfasst.

Das ganze Thema Selbstständigkeit als Fotograf hat 2010 mit einer Gewerbeanmeldung und den ersten Hochzeiten angefangen und hat sich seitdem sehr erfolgreich entwickelt. Mittlerweile kann ich mich über regelmäßige Einnahmen freuen und bezahle neues Fotoequipment komplett aus den Erträgen meiner nebenberuflichen Selbständigkeit. Meinen Hauptjob soll die Fotografie aber niemals ersetzen, dafür macht der mir einfach zu viel Spass. Außerdem habe ich mit meiner 4-köpfigen Familie und als Alleinverdiener eine so große Verantwortung, dass ich mit dem Druck als selbstständiger Fotograf wohl auch nicht klarkommen würde. Nebenberuflich selbständig als Fotograf arbeiten hat da schon einige Vorteile.

Sofern man das Ganze aber nicht nur als bezahltes Hobby sieht, sondern sich hier wirklich ein ernsthaftes Business aufbauen möchte, ist aber auch eine nebenberufliche Selbstständigkeit eine ganz ordentliche Herausforderung. Gutes Zeitmanagement und Priorisierung sind gefragt, um als Einzelunternehmer nicht unterzugehen.

Gerade wir Fotografen sind ja meistens Einzelkämpfer, ohne wirkliches Team oder gar Angestellte. Wir sind Geschäftsführer, Fotograf, Webmaster, Bildbearbeiter, Buchhalter, Art Director und Designer in einer Person. Aber zumindest einige der Tätigkeiten lassen sich sehr gut aussourcen. In den letzten Jahren habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema Outsourcing für Fotografen und Selbstständige beschäftigt und möchte Euch an meinen Erfahrungen in zukünftigen Blogbeiträgen gerne teilhaben lassen.

 

Nebenberuflich selbstständig als Fotograf – Entscheidungen treffen

Am Anfang der eigenen Selbstständigkeit als Fotograf steht natürlich erst einmal die grundsätzlich Entscheidung, dies tun zu wollen und tun zu können.

Wichtig, gerade zu Anfang, ist es, dass man sich bewusst macht, dass eine Selbstständigkeit auch sehr viele Verpflichtungen mit sich bringt, die alle erfüllt werden müssen. Steuererklärungen, Rechnungen schreiben, Gewerbeanmeldung, Versicherungen und Mitgliedschaften in Berufsverbänden sind hier nur einige, die bei Ignorieren schnell zu ernsthaften Konsequenzen führen können.

Für all diese Themen gibt es gute Bücher und externe Partner, die einem vieles erleichtern und abnehmen können.

Gleichzeitig bringt eine nebenberufliche Selbstständigkeit natürlich auch viele Vorteile mit sich. Das neue Kameraequipment wird plötzlich zu einer Geschäftsausgabe und kann von der Steuer abgezogen werden und es tut einfach auch gut an etwas eigenem zu arbeiten und sich ein Business aufzubauen, das Gewinne abwirft.

Ein wichtiger Punkt ist auch, dass man als selbständiger Fotograf schnell an einen Punkt kommt, an dem die eigentliche Fotografie nur 10-20%  der eingesetzten Zeit ausmachen und man sich im Rest der Zeit mit administrativen Aufgaben und vor allem Marketing und Kundengewinnung beschäftigen muss. Bitte seid Euch darüber im Klaren, denn wer vordergründig nur an der eigentlichen Fotografie interessiert ist, wird schnell die Lust verlieren und erfolglos bleiben.

Ein leidenschaftlicher und guter Fotograf zu sein, ist allerdings auch gerade die Grundlage für ein erfolgreiches, nebenberufliches Business als Fotograf. Denn Eure Leidenschaft werden Eure Interessenten spüren und zu treuen Kunden werden.

 

Vorbereitungen für eine Nebenberufliche Selbständigkeit als Fotograf

Zu den Vorbereitungen für eine nebenberufliche Selbständigkeit als Fotograf zählt es erst einmal seinen Arbeitgeber um Erlaubnis zu bitten, um unnötigem Ärger direkt aus dem Weg zu gehen. Wenn Ihr plausibel erklärt, dass Eure nebenberufliche Tätigkeit keinen negativen Einfluss auf Euren Hauptjob habt, werden wohl die meisten Arbeitgeber zustimmen. Wichtig ist, sich das schriftlich bestätigen zu lassen. Hierfür gibt es zahlreiche Vorlagen im Internet.

Als nächstes solltet Ihr dann zu Eurem zuständigen Gewerbeamt gehen und ein Gewerbe anmelden. Wenn Ihr als Freiberufler arbeiten könnt, reicht eine einfache Erklärung zur Aufnahme der Tätigkeit. Meist ist aber eine Gewerbeanmeldung notwendig. Ob Ihr Freiberufler oder Gewerbetreibender seid, entscheidet Eure Arbeitsweise und wie Ihr für Auftraggeber/Kunden arbeitet. Auch hierzu gibt es sehr gute Internetseiten.

Da Ihr zumindest am Anfang sehr viele Tätigkeiten, nicht nur das Fotografieren, selbst erledigt, ist es wichtig, sich einen Zeitplan zu entwickeln, den die Familie, der Partner und Freunde akzeptieren und respektieren. Ihr müsst klar wissen, wann Ihr wie lange an Eurer Selbstständigkeit arbeiten könnt und das ohne Eure sozialen Kontakte zu vernachlässigen. Mit einer guten Planung und effizientem Zeitmanagement werdet Ihr überrascht sein, wie viel – auch nebenberuflich – möglich ist.

Lange Fernsehabende oder Partynächte und langes Ausschlafen sind erst einmal nicht drin.

Ich persönlich kann zum Beispiel gut ganz früh morgens arbeiten und abends, wenn ich nicht zu müde bin. Je nach Woche und Terminen stehen mir also jeden Tag etwa 2 Stunden Zeit zur Verfügung. Meistens ist das irgendwo in der Zeit zwischen 20 und 23 Uhr, wenn die Kinder schon im Bett sind. Ohne Kinder habe ich früher auch gerne morgens am Wochenende „gearbeitet“ und war so dann bis zum späten Frühstück bereits produktiv gewesen. Für mich ist das ein schönes Gefühl, um in den Tag zu starten.

 

Die innere Einstellung als selbstständiger Fotograf

Ihr merkt es schon: als selbstständiger Fotograf gibt es viel zu tun und eine positive innere Einstellung ist essentiell. Ihr dürft Euch von den vielen Aufgaben nicht entmutigen lassen. Unterteilt die großen Aufgaben in kleinere Teilaufgaben, die Ihr dann Stück für Stück erledigt und notiert Euch die Erfolge. So lassen sich größere Aufgaben auch nebenberuflich sehr gut meistern. Wichtig ist tatsächlich eine positive Grundeinstellung nach dem Motto „ich schaffe das“. Erinnert Euch: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut 😉

Werdet Euch klar, was alles auf Euch zukommt, aber habt keine Angst vor den vielen Aufgaben. Seht es als Herausforderung. Denkt positiv und motiviert Euch jeden Tag aufs neue. Am Besten geht das, wenn Ihr Euch kleine Ziele steckt und Euch bei Erreichen von größeren Teilaufgaben mit etwas Schönem belohnt.

 

Der Anfang als nebenberuflicher Fotograf

Aller Anfang ist schwer, so auch als nebenberuflicher Fotograf. Neben dem ganzen Papierkram und dem Einrichten eines kleinen Arbeitsplatzes treibt Euch sicherlich am Meisten die Frage nach den ersten Kunden um, nicht wahr? Das ist für Viele, neben der Bürokratie, tatsächlich die größte Schwierigkeit beim Start als selbstständiger Fotograf.

Kunden gibt es zahlreich und Ihr müsst nur den besten Weg finden Eure Zielgruppe anzusprechen. Wenn Ihr aktiv auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Snapchat, Instagramm und Co. seid, ist das bereits eine gute Möglichkeit Marketing für Euch zu betreiben und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Bezahlte Facebook- oder Google-Werbung ist eine gute Alternative. Kostenlos ist SEO, die Suchmaschinenoptimierung. Sie bringt Euch organischen Traffic über Google und andere Suchmaschinen. SEO sollte für jeden Selbstständigen, Fotograf oder nicht, ein wichtiger Punkt im Tagesgeschäft sein.

Notiert Euch am Anfang auch sehr viel, um später Daten zum Auswerten zu haben und nach Outsourcing-Potential zu suchen. Wie lange braucht Ihr zum Beispiel für das Bilderbearbeiten, wie ist Euer Workflow nach einem Shooting, usw.. Schau Euch hierfür einmal die Tools EVERNOTE oder TRELLO an.

 

Wo geht die Reise hin? Nebenberuflich bleiben oder den Hauptjob schmeißen?

Nebenberuflich selbstständig als Fotograf zu arbeiten kann unglaublich viel Spass machen, da man ohne großen Druck sein Business hochziehen kann. Ob Ihr dabei zum Ziel habt, Euren Hauptjob an den Nagel zu hängen oder dauerhaft nebenberuflich als Fotograf zu arbeiten, bleibt natürlich Euch überlassen. Ich persönlich behalte lieber meinen Hauptjob, der mir sehr viel Spass macht, und kann mir so mein Hobby Fotografie am Leben erhalten. Denn eines müsst Ihr bedenken: irgendwann wird das Fotografieren bei einer Selbstständigkeit dann doch auch zum Job und zur Routine. Dann müsst Ihr Euch ein neues Hobby zum Ausgleich suchen. Ich kenne sogar einige Fotografen, die die Fotografie komplett aufgehört haben, weil sie zu einem zu großen Business geworden ist und ihnen schlussendlich irgendwann keine Freude mehr bereitet hat. Ich für mich fände das bei mir sehr schaden, denn ich liebe einfach die Fotografie.

 

Nebenberuflich selbstständig als Fotograf arbeiten – Habt Ihr an dem Thema Interesse?

So, dies war jetzt einmal mein Testartikel zu dem Thema nebenberufliche Selbstständigkeit als Fotograf. Wenn Euch das Thema interessiert und Ihr weitere Beiträge von mir zu den vielen Themen einer Gründung und Selbstständigkeit als Fotograf lesen möchtet, schreibt bitte in die Kommentare. Wenn Ihr außerdem über den Start der neuen Beitragsserie informiert werden möchten, abonniert meinen FotoBiz-Newsletter.

 

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen…

 

 


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1 Comments

  1. Hi Dominik,

    sehr gut geschriebener Beitrag, der richtig Lust auf mehr zu dem Thema macht.
    Für Deinen Newsletter habe ich mich schon angemeldet und freue mich auf den Start der neuen Serie.

    Gruß,
    Alexander

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