Zubehör für die digitale Fotografie

Speicherkarten
Speicherplatz kann man eigentlich nie genug haben. Kauft allerdings nicht die größte Karte, die Ihr Euch leisten können. Mehrere Karten mit mittlerer Speicherkapazität sind die bessere Entscheidung. Bei einem Defekt einer Karte hat man so noch die Aufnahmen auf den weiteren Speicherkarten. Bei meinen Hochzeitsreportagen verwende ich z.B. 4xSanDisk Extreme 16GB und mehrere 8GB Karten. Im RAW-Format meiner Canon EOS 5D MK II passen etwa 265 Bilder auf eine 8GB Karte, im kleineren RAW-Format sogar noch mehr. Das reicht mir eine sehr lange Zeit aus, um ohne Unterbrechung fotografiere zu können. Für die Kirche lege ich dann die frischen 16GB Karten ein, um die komplette Trauung ohne Kartenwechsel aufnehmen zu können.

Die beiden verbreitetsten Kartentypen sind die CF (Compact Flash) und die SD-Karten. Daneben gibt es einige Sonderformate, wie z.B. von Sony. Achtet also vor dem Kauf auf die Kompatibilität mit Eurem Kameragehäuse. Ein Blick ins Handbuch erspart hier viel nachträglichen Ärger.

Bei einigen Kameras bringen „schnelle“ Karten einen deutlichen Performancegewinn, so z.B. bei meiner Fuji X-Pro 1. Hier setze ich eine Karte mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 95 MB/s ein. Lest die Empfehlungen zu Eurem Kameramodell am Besten in den einschlägigen Foren nach und kauft im Zweifelsfall lieber die schnellere Karte. Bei meiner X-Pro 1 hat das die Arbeitsgeschwindigkeit mächtig gesteigert. 

Ersatzakku
Kauft Euch einen, am besten gleich zwei Ersatzakkus. Nichts ist schlimmer, als wenn man endlich ein lohnenswertes Motiv gefunden hat und dann der Akku leer ist. Original bleibt Original, aber ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit den Akkus der Fremdanbieter gemacht. Wenn Ihr nicht ohnehin über einen zweiten Body verfügt, lohnt es sich eventuell über den Kauf eines zweiten Ladegeräts nachzudenken, speziell wenn Ihr schnell beide Akkus laden müsst.
Batterie- bzw. Akkugriffe sind hier auch eine feine Sache, um weiter zu fotografieren. Bei den Griffen liegt eigentlich immer ein Adapter bei, mit dem ganz normal Akkus oder Batterien verwendet werden können. Ich bevorzuge hierbei die Eneloope Akkus, die ihre Kapazität über mehrere Monate aufrechterhalten. Normale Akkus verlieren ihre Ladung in der Regel relativ schnell und können nach ein paar Monaten in der Fototasche unbrauchbar sein.

Filter
Eine kurze Einführung in nützliche Filter habe ich hier geschrieben.

Stativ
Wenn Sie Nachtaufnahmen machen möchten, viel Landschaften, Makros oder Architektur fotografieren oder Selbstauslöser-Fotos machen möchten, dann kaufen Sie sich ein solides Stativ von Manfrotto, Gitzo oder einem anderen Markenherstellern.

Achten Sie beim Kauf auf eine gute Stabilität bei voll ausgefahrenen Beinen, ein Gewicht das zu Ihrem Haupteinsatzgebiet (wandern Sie oder können Sie mit dem Auto nahe an Ihre Motive fahren?) und eine möglichst tiefe minimale Aufnahmeposition. Ideal sind eine kurze Mittelsäule und komplett flach einstellbare Beine (für Makros).
Bei einem guten Stativ können Sie den Stativkopf austauschen und müssen ihn im Regelfall auch extra kaufen. Achten Sie auch hier auf ein Produkt von einem Markenhersteller und kaufen Sie ein Modell mit Wechselplatten. Probieren Sie im Fachhandel (mit Ihrer Kamera und einem größeren Objektiv), ob Sie besser mit einem Kugelkopf oder 3-Wegeneiger zurechtkommen. Beide haben Vor- und Nachteile. Es gibt aber auch Köpfe für spezielle Einsatzgebiete, wie z.B. Fluid-Neiger für Filmaufnahmen oder Konstruktionen für schwere Teleobjektive, wie dem Gimbal.

Fototasche oder Fotorucksack
Das ist natürlich eine persönlich Vorliebe, nicht jeder mag Rucksäcke und nicht jeder eine Umhängetasche. Für lange Wanderungen, schweres Gepäck oder wenn Sie die Hände freihaben müssen (z.B. zum Klettern oder für Ski- oder Wanderstöcke), halte ich trotzdem einen geräumigen Rucksack mit einem guten Tragesystem für ideal. Achten Sie darauf, dass Sie aussen ein Stativ und anderen zusätzliche Ausrüstung befestigen können und einen ausreichenden Stauraum für Getränke, Snacks und Kleidung. Vor dem Kauf – egal ob Rucksack oder Tasche – sollten Sie den maximalen Umfang Ihrer Ausrüstung bestimmen und eine passende Größe kaufen. 
Bei Stadttouren oder wenn ich nur kurz unterwegs bin, bevorzuge ich eine entsprechend dimensionierte Schultertasche, das sieht einfach besser aus und ich habe keine Lust meinen Rucksack jedesmal abzuschnallen, wenn ich meine Kamera benötige.

Kamerablitz
Ein leistungsfähiger und robuster externer Blitz ist eine sinnvolle Investition. Neben den Originalen der Kamerahersteller, geniessen vor allem Metz-Blitze einen ausgezeichneten Ruf und sind oft etwas günstiger. Achten Sie auf eine hohe Leitzahl (je höher, desto stärker ist die Blitzleistung) und einen verdreh- und kippbaren Reflektor, so können Sie perfekt indirekt blitzen. Es gibt verschiedene Aufsätze, die das Blitzlicht weicher, also softer machen. Ich bevorzuge die von STO-FEN, welche auch von Pressefotografen häufig eingesetzt werden.

Sollte Ihre Kamera eine drahtlose Blitzsteuerung unterstützen, achten Sie beim Kauf des Blitzes auf die Kompatibilität.

 

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